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Indianerinnen und Indianer Nordamerikas

winnetou

Winnetou: Western-Filme beeinflussten und prägten unser Bild von den amerikanischen Ureinwohnern.

Indianer im Film

Im Film waren Indianer lange vorallem blutrünstige Wilde, die Siedler überfielen, unschuldige Frauen und Kinder töteten und der US-Kavallerie hinterhältige Schlachten lieferten. Sie gehörten zur Kulisse, in der sich die weissen Helden bewähren konnten. Erste Filme mit eigenständigen indianischen Charakteren wurden in den 1950er und 1960er Jahren gedreht. Gespielt wurden die indianischen Akteure von weissen Schauspielern. In den 70er änderte das Indianerbild mit dem Versuch, indianische Lebensweise und indianische Geschichte authentischer zu erzählen.

Broken Arrow

Der gebrochene Pfeil (Originaltitel: Broken Arrow) ist ein Spielfilm mit James Stewart und Jeff Chandler in den Hauptrollen. Die Handlung des Films beruht auf den wahren Begebenheiten um den Krieg zwischen der US-Armee und einzelnen Apachen-Stämmen in Arizona bis ca. 1871. Die historischen Tatsachen wurden dabei den Ansprüchen eines Unterhaltungsfilmes angepasst und durch fiktive Sequenzen ergänzt. Der Film ist ein frühes Beispiel von Western, in denen die Indianer nicht kollektiv die negative Rolle in einer klar zwischen Gut und Böse polarisierenden Handlung übernehmen. 🌍 Wikipedia: Der gebrochene Pfeil 

Little Big Man

Little Big Man ist ein unter der Regie von Arthur Penn produzierter US-amerikanischer Wildwestfilm – im engeren Sinne ein Anti-Western – aus dem Jahr 1970. Dustin Hoffman stellt in der Hauptrolle des fiktiven weissen Siedlersohnes Jack Crabb die Entwicklung eines mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und sozialen Normen konfrontierten Menschen dar, der ab seinem zehnten Lebensjahr bei Indianern aufwächst und als Erwachsener zwischen den Kulturen hin- und hergerissen ist.

Das Drehbuch von Calder Willingham beruht auf dem im Original gleichnamigen Roman von Thomas Berger aus dem Jahr 1964. Für Arthur Penn, einen der bedeutendsten Vertreter des New Hollywood, war es das teuerste und zugleich kommerziell erfolgreichste Filmprojekt in seiner Karriere als Produzent und Regisseur. 🌍 Wikipedia: Little Big Man 

Soldier Blue

Das Wiegenlied vom Totschlag (Originaltitel: Soldier Blue) ist ein US-amerikanischer Spätwestern von 1970. Regie führte Ralph Nelson. Der Film erzählt in brutalen Bildern vom Sand-Creek-Massaker, das Kavalleristen der amerikanischen Nordstaaten 1864 an Cheyenne- und Arapaho-Indianern im Colorado-Territorium verübten. Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges gedreht, gerade als die gerichtliche Aufarbeitung des Massakers von My Lai in der amerikanischen öffentlichkeit hohe Wellen schlug, lieferte Soldier Blue die erste filmische Nacherzählung eines der schändlichsten Verbrechen in der Geschichte der amerikanischen Landnahme im Westen des Kontinents. 🌍 Wikipedia: Soldier Blue 

Dances with Wolves

Der mit dem Wolf tanzt (Originaltitel: Dances with Wolves, deutsch „Der mit Wölfen tanzt“) ist eine US-amerikanisch-britische Literaturverfilmung von 1990 und zugleich das Regiedebüt von Kevin Costner, der an dem Western auch als Hauptdarsteller und Koproduzent beteiligt ist. Der Film erzählt von einem Offizier der Union, der sich während des Amerikanischen Bürgerkrieges auf einen Posten im Grenzland versetzen lässt, wo er Freundschaft mit Sioux-Indianern schliesst, deren Leben und Kultur kennenlernt und in ihr Volk aufgenommen wird.

Die Rollen der amerikanischen Ureinwohner sind ausschliesslich mit indianischen Darstellern besetzt; die Dialoge werden über weite Strecken hinweg in der Lakota-Sprache geführt. Diese Brüche mit den Gepflogenheiten des Hollywoodkinos sowie die weitgehend klischeefreie und sympathiebekundende Darstellung des Indianerlebens fanden bei der Kritik besondere Anerkennung. 🌍 Wikipedia: Der mit dem Wolf tanzt 

No More Smoke Signals

No More Smoke Signals ist ein Dokumentarfilm von Fanny Bräuning aus dem Jahr 2008. Er porträtiert die Radiostation «KILI Radio – the Voice of the Lakota Nation» in der Pine-Ridge-Reservation im Südwesten des US-Bundesstaats South Dakota. Der Radiosender ist seit seiner Gründung 1983 das bevorzugte Kommunikationsmittel der Lakota.

Kili Radio ging aus dem American Indian Movement (AIM) hervor, welches der Bevölkerung im Umkreis von Wounded Knee nach der Unterdrückung der Protestbewegung durch die US-Behörden neues Selbstbewusstsein und eine stärkere Identität vermitteln wollte. Der Film schildert Ereignisse aus den 1970er Jahren wie den Prozess gegen Leonard Peltier und lässt den AIM-Aktivisten John Trudell zu Wort kommen. Ferner zeigt der Film die ärmlichen Lebensbedingungen der Oglala-Lakota, die seit der Verletzung des Vertrags von Fort Laramie nicht mehr am Ressourcenreichtum der Black Hills teilhaben können und mit einer Reservation vorliebnehmen mussten. 🌍 Wikipedia: No More Smoke Signals 

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letztmals geändert am 12.03.2021