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Meer

Die Meeresströmungen

Meeresströmungen Skizze

Die Meeresströmungen regulieren den Temperaturaustausch in den Ozeanen. Sie werden von verschiedenen Einflüssen in Bewegung versetzt.

Winde reiben an der Meeresoberfläche und bringen das Wasser in Bewegung; es entstehen Oberflächenströmungen. Solche Strömungen sind gleichzeitig auch Driftströme.

Oberflächenströmungen, die zu den Polen strömen, kühlen sich ab, werden dichter und sinken ab; diese sehr kalten Tiefenströmungen strömen zurück zum Äquator.

Die Meeresströmungen spielen mit der allgemeinen Zirkulation der Atmosphäre die grösste Rolle im Klima- und Wettergeschehen. Denn sie sind neben der atmosphärischen Zirkulation der wichtigste Faktor für den globalen Temperaturaustausch (siehe ☆ Golfstrom ☆).

Die Oberflächenströmungen werden durch die ☆ Coriolis-Kraft ☆ und durch die Winde nach rechts abgelenkt. Allerdings geht das - logischerweise - nur bis zu den Kontinenträndern, dann drehen sie um und strömen zurück.

Man unterscheidet die Meeresströmungen

... nach ihrer Tiefe

Oberflächenströmungen strömen unterhalb der Meeresoberfläche (bis 200 m Tiefe) und entstehen meist durch Winde.

Tiefenströmungen strömen über dem Meersboden und entstehen meist durch die Druckunterschiede im Wasser.

... nach ihrer Entstehung

Driftströme: Winde reiben an der Wasseroberfläche und bringen so das Wasser in Bewegung.

Gradientströme: Wasser hat durch seinen unterschiedlichen Salzgehalt und seine verschiedenen Temperaturen eine verschiedene Dichte. Dadurch ist der Druck im Wasser auch unterschiedlich; die Druckunterschiede werden ausgeglichen.

... nach ihrer Temperatur

Kalte Meeresströmungen transportieren kälteres Wasser durch warmes Umgebungswasser. Z.B. Humboldtstrom, Benguelastrom, Kanarenstrom, Oyashio, Ostgrönlandstrom, Labradorstrom.

Warme Meeresströmungen transportieren wärmeres Wasser durch kaltes Umgebungswasser. Z.B. Golfstrom, Brasilstrom, Agulhasstrom, Kuroshio, Karibischer Strom, Nord- und Südäquatorialströme.

Die grossen Strömungssysteme der Meere sind: Nordäquatorial- und Südäquatorialstrom, äquatorialer Gegenstrom, Golfstrom, Kuroshio, Westwinddrift (= Südpoldrift).

Meeresströmungen haben einen grossen Einfluss auf das Klima. Das sieht man beispielsweise an der Wüstenbildung durch kalte Meeresströmungen oder dem Golfstrom - der Fernwasserheizung Europas.

Quelle: 🌍 Matthias Forkel - m-forkel.de (2004)

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letztmals geändert am 12.03.2021